CHE-Hochschulranking für Studienanfänger

Wer noch nicht weiß, an welcher Uni/FH man ein Fach am besten studieren sollte, kann sich beim CHE-Hochschulranking einen Eindruck davon verschaffen. Seit 1998 wurden Bewertungen von 250.000 Studierenden in den Kategorien Studium, Lehre, Ausstattung, Forschung, Reputation und Studienbedingungen in 34 Fächern vorgenommen. Das Ergebnis lässt sich mit dem sogenannten „Quick Ranking“-Tool von „Zeit Online“ abrufen. Einfach die entsprechenden Optionen auswählen und Quick Ranking starten.

Hier gehts zum Tool: CHE Hochschulranking 2010/11

Wem das nicht genügt, kann sich für 1,50€ das Ergebnis des Focus-Rankings herunterladen:
FOCUS-Ranking: Deutschlands beste Unis

Generation Praktikum bald passé

Ginge es nach EU-Beschäftigungskommissar Vladimir Spidla, wäre die Ausbeutung junger Hochschulabgänger und anderer jungen Menschen per Dauerpraktika demnächst nur noch ein ferner schwarzer Streifen am Berufshorizont.
Er plant nämlich eine Qualitätscharta für Praktika, bei der sich Firmen verpflichten sollen, keine Langzeitpraktika mehr anzubieten und ihre Praktikanten/Praktikantinnen angemessen zu entlohnen.
Richtig so. Aber: die Regelung wird nicht vor 2008 in Angriff genommen und ob sich damit tatsächlich was verbessert, bleibt in meinen Augen doch fraglich.

EU-Kommission plant Qualitätscharta für Praktika | via Blog Generation Praktikum

(Passend dazu gibt es ab heute auch eine neue Umfrage. Wer sowohl Langzeit- als auch Kurzzeitpraktika absolviert hat, möchte sich bitte bei beiden Umfragen eintragen, anders ging das leider nicht. Mal schaun, ob es die „Generation Praktikum“ wirklich gibt. 😉 )

Aktueller Vergleich von Studienkreditangeboten

Bei der Wahl des richtigen Studienkredites gilt es, einiges zu beachten, und natürlich den passenden und vor allem günstigen auszuwählen. Da sich inzwischen einige Banken an der Finanzierung des Studiums beteiligen möchten, wird das Angebotsdickicht immer undurchdringlicher. Licht ins Dunkle könnte der von CHE in Zusammenarbeit mit der FTD durchgeführte Studienkredit Test 2007 werfen, der 38 Angebote miteinander vergleicht, bewertet und auch einige Tipps zum Abschluss des Kredites gibt:

CHE Studienkredit Test 2007 (PDF).

Gut 6000 pumpen sich das Geld fürs Studium

Wie Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) frohgemut in einer gestrigen Pressemitteilung verkündet, nehmen bereits 6000 Studierende den Bildungskredit der KfW in Anspruch.
Ist das tatsächlich eine freudige Nachricht? Nicht wirklich, möchte ich meinen, vor allem, wenn solche Aussage getroffen wird:
Ein Studienkredit schafft größere finanzielle Unabhängigkeit und bietet eine Grundlage für eine verlässliche Planung des Studiums. (Zitat Annette Schavan aus der PM)

Vielleicht habe ich aber auch nur was missverstanden, und der Aufbau eines Schuldenberges zur Finanzierung des Studiums bedeutet in Wahrheit finanzielle Unabhängigkeit?
Davon, dass Universitäten besser mit Personal und Mitteln ausgestattet werden, damit Studierende auch immer zügig die Seminare etc. belegen können, die die Prüfungsordnung vorschreibt, habe ich noch nichts gelesen.
Genausowenig drang glücklich Nachricht an mein Ohr, dass ebenso vehement in die Schaffung bzw. den Ausbau einer Stipendienkultur investiert wird, wie in die Ausgestaltung der verschiedensten Kreditangebote.
Hmm, vielleicht werden aber Bafög-Empfänger jetzt doch von den Studiengebühren befreit? Oder werden die Studiengebühren wieder abgeschafft? Nein? Komisch …

[Pressemitteilung vom 18.07.2006: Nach drei Monaten nutzen bereits 6.000 Studierende die neuen KfW-Studienkredite]

Studium 2.0 – bewerte deine Lehrveranstaltung

In letzter Zeit ist viel von Web 2.0 und Social Apps die Rede, überall spriessen mehr oder minder nützliche Anwendungen aus dem internetten Boden.
Deutsche Entwicklungen befinden sich dabei nicht gerade in der Überzahl. Aber das Land der Dichter und Denker hat zumindest eine Applikation hervorgebracht:

Auf meinprof.de sollen – entgegen der ersten Assoziation – nach einer obligatorischen Registrierung zwar nicht Professoren direkt bewertet werden können, sondern deren Lehrveranstaltungen. Die Bewertungen erfolgen dabei anhand verschiedener Vorgaben wie z.B. Fairness, Material, Interesse etc.
Und auch die Profs dürfen sich zu ihren Bewertungen äussern, allerdings nur per email über den Plattformbetreiber-Umweg.

[meinprof.de]

Schon jetzt für die Rente sparen

Wusstet ihr, dass es sogar ein Institut für Altersvorsorge gibt? Wahrscheinlich nicht, denn laut einer Studie dieses DIA kümmert es die Studierendenschaft noch herzlich wenig, wie es denn mal um ihre finanzielle Altersversorgung stehen wird.
Und das ist nicht gut. Denn nichts ist so sicher, wie jenes, dass unsere Rente nicht sicher ist.

Ich fasse zum Thema Altersvorsorge die Ratschläge der Finanzexperten mal kurz und bündig zusammen:

  • möglichst zügig studieren, damit je früher, desto mehr in die Rentenversicherung gezahlt werden kann
  • wer zur Studienfinanzierung nebenher arbeiten muss, zahlt zwar höchstwahrscheinlich auch in die Rentenversicherung, sollte aber parallel gleich mit der privaten Vorsorge beginnen, um die Verzögerungen beim Studienabschluss etwas auszugleichen
  • private Vorsorge sollte den Menschen inzwischen durch das ganze Erwerbsleben begleiten, über 25 oder mehr Jahre findet sich nach einschlägigen Erfahrungen ein hübsches Sümmchen zusammen, das den Lebensstandard im Alter sichern hilft

[Beispielrechnungen bei web.de | DIA]

KfW gibt Studienkredite frei

Ab sofort können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, Studienkredite beantragt werden. Entweder bei der Bank des Vertrauens oder über die Studentenwerke.
Zwischen 100 und maximal 650 Euro monatlich ist der Betrag angesiedelt, der jedes Semester aufs neue festgelegt werden kann.
Der Kredit wird maximal 10 Fachsemester lang gewährt, plus höchstens 4 Semester mögliche Verlängerung in begründeten Fällen, Rückzahlung ist ca. 18 Monate nach der letzten Auszahlung über höchstens 25 Jahre geplant.

Der Kredit wird z.Zt. mit nominal 5,1 Prozent verzinst, ist aber variabel, d.h. kann klettern. Die KfW gewährt lediglich eine Zinsobergrenze für 15 Jahre (z.Zt. nominal 8,8 Prozent).

Soweit der Kurzabriss der finanziellen Zukunft vieler Studenten und Studentinnen. Wir freuen uns ein Loch in den Bauch …

[Pressemitteilung KfW mit weiteren Infos | Tilgungsrechner]

Neue Vergaberichtlinien für Studienplätze

Seit dem Wintersemester 2005/2006 ist die ZVS-Reform in Kraft, nach Änderungen im Hochschulrahmengesetz sind z.B. die Auswahlquoten von 51-25-24 auf 20-20-60 geändert worden, d.h. 20 Prozent der Studienplätze werden nach Abiturnote, 20 Prozent nach Wartezeit und 60 Prozent nach Auswahlverfahren vergeben.
Das Auswahlverfahren wird von den Hochschulen allerdings kaum genutzt, die Studienplätze werden weiterhin von der ZVS, für bundesweit zulassungsbeschränkte Fächer wie Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin zuständig, ebenfalls einfach über die Abiturnote vergeben.

[ZVS startet neues Auswahlverfahren]

Erstmals seit Jahren wieder weniger Studienanfänger

Da haben wir den Salat:
Laut einer internen Studie der Kultusministerkonferenz geht die sinkende Zahl der Studienanfänger/-innen auf die Studiengebühren-Debatte zurück; zum Wintersemester 2004/2005 hatten satte 5,5 Prozent weniger ein Studium neu aufgenommen, als prognostiziert.
Ich sag’s ja, das wird einfach nicht zusammengehen, auf der einen Seite von den Studierenden ein zügig durchorganisiertes Studium zu verlangen und auf der anderen Seite abkassieren, so dass viele, die ihr Studium nicht durch Bafög und elterliche Unterstützung allein finanzieren können, nebenher noch mehr arbeiten gehen müssen, als ohnehin schon.
Schön, dass die Kultusminister das jetzt auch bemerken. Ob sie entsprechende Konsequenzen daraus ziehen und den Politikern bei ihren Studiengebührenplänen Einhalt gebieten können?
Das kommt unpassend, wo doch im gerade veröffentlichten OECD Bildungsbericht Deutschland durch die Bafög-Reform eine erste Verbesserung des OECD-Durchschnittes bescheinigt wird.

[Presseerklärung zur „Bildung im internationalen Vergleich 2005“ (PDF) | OECD Bericht 2005 in wesentlichen Auszügen (PDF)]