Neue Studienstrukturen allein gewährleisten noch keine kürzeren Studienzeiten, so das Fazit der gestern vorgestellten Vergleichsstudie des HIS.
Es geht in der Studie zwar vorrangig um die Neustrukturierung des Studiums und damit eine zeitliche Straffung der Studienzeiten.
In dem Zusammenhang wird die Einführung von Studiengebühren aber durchaus kritisch gesehen: Auf der einen Seite verstärken sie das studentische Bemühen, schnell den Studienabschluss zu erlangen, auf der anderen Seite ergibt sich dadurch für mehr Studierende die Notwendigkeit, erwerbstätig zu sein.
Das Resümee: Studiengebühren wird gleichzeitig ein begrenzender und ein verlängernder Einfluss auf die Studiendauer zugeschrieben: Sie animieren einerseits zu einem zügigen Studium, müssen aber andererseits möglicherweise erst studienzeitverlängernd durch Erwerbstätigkeit erarbeitet werden.