BAfög-Statistik 2010

Das Statistische Bundesamt hat die BAfög-Statistik 2010 vorgelegt:

Pressemitteilung Nr.269 vom 19.07.2011


Zusammenfassung:

  • BAfög Empfänger: 916.000 (+5% zum Vorjahr)
  • Davon sind 324.000 Schüler mit durchschnittlich 357€ pro Person
  • wohingegen 592.000 Studenten 436€ pro Person erhalten
  • 49% aller Empfänger beanspruchen die Vollförderung (+1,4% zum Vorjahr)
  • Die Teilförderung ist zum Vorjahr um +8,6% gestiegen

Ergänzend dazu könnt Ihr in der folgenden Statistik den Verlauf der Beitragshöhe für Studenten von 1991 bis 2010 einsehen.

Studentenjobs

Quelle: statista.com

Aktueller Vergleich von Studienkreditangeboten

Bei der Wahl des richtigen Studienkredites gilt es, einiges zu beachten, und natürlich den passenden und vor allem günstigen auszuwählen. Da sich inzwischen einige Banken an der Finanzierung des Studiums beteiligen möchten, wird das Angebotsdickicht immer undurchdringlicher. Licht ins Dunkle könnte der von CHE in Zusammenarbeit mit der FTD durchgeführte Studienkredit Test 2007 werfen, der 38 Angebote miteinander vergleicht, bewertet und auch einige Tipps zum Abschluss des Kredites gibt:

CHE Studienkredit Test 2007 (PDF).

Studienfinanzierung mittels einer pfiffigen Idee

Dass sich Studierende zur Finanzierung ihres Studiums per „Aktie“ an Unternehmen oder Unterstützer verhökern oder in einem Blog je nach Höhe der eingegangenen „Fördersumme“ nach und nach ausziehen – das kennen wir schon, nicht wahr?
Adsense, Advertising und wie die internetten Werbemassnahmen alle heissen, sind dagegen schon vergleichsweise langweilig, locken aber vor allem nicht durch leicht und schnell verdientes Geld, zumindest, wenn man dies in Deutschland versucht, wo die breit gefächerte Online-Werbung doch noch in den Kinderschuhen steckt.

Zur Zeit macht gerade ein angehender britischer Student Furore mit einer ganz neuartigen Vermarktungsidee, die ihm – warum kleckern 😉 – am Ende eines Monats nicht weniger als 1 Million Dollar zur Finanzierung seines Studiums einbringen soll. Die Idee:
Seine Startseite wird in ein Raster eingeteilt und die dort vorhandenen genau 1 Million Pixel zu je 1 Dollar das Stück verkauft. Die Mindestabnahmemenge beträgt 100 Pixel, was für ein Miniatur-Icon gerade so reicht.
Die Seite nebst FAQ, Pixel-Shop, Klick-Statistik, Blog etc. heisst The Million Dollar Homepage, laut Ticker sind schon 15.000 Pixel verkauft und der (bald nicht mehr) arme Alex ist bereits derart am rotieren, die ganzen Icons einzubauen und zu verlinken, dass er gestern schrieb: for the first time ever in my life, last night I fell asleep AT MY DESK!!

Ansonsten hat das Prinzip aber doch was für sich, vor allem die zeitliche Begrenzung finde ich clever. Wenn dann am Ende genug für ein ganzes Studium herauskäme, lohnte sich auch die ein oder andere schlaflose Nacht. 😉
Einfaches nachbauen halte ich allerdings für wenig geeignet, diese Idee wirkt sicher nur, weil sie so neu und fluffig ist. Ausserdem gibt es leider in deutschen Landen vorher so manche bürokratische Hürde zu nehmen, wobei die Gewerbeanmeldung noch die leichteste Übung wäre, und auch das Finanzamt möchte unter Garantie ein Stück vom verdienten Kuchen abhaben.

Nichtsdestotrotz, dies soll ein Beispiel dafür sein, dass auch ungewöhnliche Methoden ausserhalb des Hängens am elterlichen Geldbeutel, Bafög, Kredit, Stipendium und ständiger Jobberei zur Studienfinanzierung beitragen können. Ein bisschen Innovation und Motivation abseits aller Unkerei über Studiengebühren etc. könnte uns wahrhaftig nicht schaden.

Also: Macht euch auf, tauscht euch aus und vor allem denkt euch was aus!
Und dann schreibt mir, damit ich diese Idee als leuchtendes Beispiel vorstellen und ein bisschen die Werbetrommel rühren kann.

Studiengebühren in BaWü ab Sommersemster 2007

Baden-Württemberg beeilt sich bei der Einführung von Studiengebühren – 500 Euro ab Sommersemester 2007 werden angestrebt – noch etwas mehr als andere Bundesländer, z.B. NRW.
Der Gesetzentwurf soll bis Jahresende durchs parlamentarische Verfahren „gepeitscht“ werden.
Bei der Finanzierung ist geplant, den Studierenden ein Darlehen der Landesbank L-Bank anzubieten. Ausser der alten Pressemitteilung vom 25.02.2005, die nach Veröffentlichung des Urteiles des BVerfG erschien, scheint man bei der baden-württembergischen Staatsbank aber auch noch keine konkreteren Informationen anbieten zu können.
Die Studiengebühren sollen laut Aussage des Wirtschaftsministers Peter Frankenberg übrigens ausschliesslich den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Inwieweit im Gegenzug die staatlichen Mittel gekürzt werden, das bleibt tatsächlich noch abzuwarten. Das ABS (Aktionsbündnis gegen Studiengebühren) ist – wahrscheinlich zu Recht – sehr skeptisch ob der weiteren Entwicklung, aus seiner Sicht wird es mit der Einführung trotz aller Beteuerungen zu Kürzungen kommen.

Bafög abschaffen – Mäzene einsetzen?

Wie Frau Schavan, u.a. Kultusministerin in Baden-Württemberg, gestern in einem Interview mit DIE WELT ankündigte, soll das Bafög im Falle eines Wahlsieges der CDU bei den Wahlen 2006 abgeschafft und durch ein Konzept der Bildungsfinanzierung ersetzt werden.

U.a. strebt die CDU dabei eine Art Mäzenatentum der Unternehmen an und vergisst anscheinend, dass es erstens ähnliches über das Duale Studiensystem längst gibt und zweitens die Vorstellung, Unternehmen würden Milliarden in Studienfonds o.ä. stopfen, ohne eine konkrete Gegenleistung der geförderten Studenten/-innen zu erhalten, leicht illusorischen Charakter haben dürfte.

Genauso wie es klar sein dürfte, dass die Landesregierungen, die demnächst Studiengebühren einführen werden, längst schon begehrliche Blicke auf diese unverhoffte Finanzspritze geworfen haben, die mMn mitnichten in die Qualität der akademischen Ausbildung investiert werden, zumal dies nach der Meinung von Prof. Kirchhof im Tagesspiegel gestern rechtlich gar nicht vorgeschrieben ist:
Die Landesregierungen müssten in den Gebührengesetzen zwar genau begründen, warum sie die Studienbeiträge verlangen: für die personal- und kostenintensive Hochschulausbildung der Studenten. Aber was die jeweilige Landesregierung dann mit den Gebühreneinnahmen macht, stehe ihr offen.

Aber macht weiter so, liebe CDU, dann werden euch gaaaaanz bestimmt unheimlich viele Studenten und Studentinnen wählen gehen und ein Wahlsieg ist gewiss der eurige … 😉

Stipendien als Alternative zu Bafög oder zum Job

Studieren ist nicht billig, mit den bald eingeführten Studiengebühren in einigen Bundesländern erst recht nicht.
Bafög muss zur Hälfte zurückgezahlt werden, Studienkredite zur Gänze, und das Jobben neben dem Studium verlängert meist unnötig die Studienzeiten. Bleibt als alternative Finanzierungsmöglichkeit noch ein Stipendium.
Einstieg.com hat einen informativen Überblick über verschiedene Institutionen zusammengestellt, bei denen Stipendien vergeben werden.

Wer Lust auf ein Auslandssemester bzw. -studium verspürt und noch nicht allzu betagt ist: für dieses Jahr stehen noch 190 sog. Pauschalstipendien in den USA zur Verfügung, die an Bewerber in der Reihenfolge des Einganges ihrer Bewerbungen vergeben werden, also ohne besondere Voraussetzungen bzw. Leistungen erfüllen zu müssen.
Studenten/Studentinnen dürfen lediglich nicht älter als 26 Jahre alt sein und natürlich muss der TOEFL-Test bestanden werden.
Mehr Infos dazu bei International Doorway.

Einen Überblick über Links zu Studienfördermöglichkeiten gibt es auch beim Stiftungsindex.

Studien- und Berufswahl online

Zurück aus der Sommerfrische 😉 gibt es heute erstmal einen Linktipp:
Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung und die Bundesagentur für Arbeit haben das grüne Buch Studien- und Berufswahl veronlinet.
Lt. Heise-Meldung gibt es dort neben Auskünften zu 10.000 Studiengängen in Deutschland auch wissenswertes zum Auslandsstudium und zu Finanzierungshilfen.
Mich stört zwar extrem, dass sie dort immer noch nicht gelernt haben, entweder auf Frames zu verzichten oder diese so einzusetzen, dass der vorhandene Platz auch gut genutzt wird – wozu brauche ich an jeder Ecke einen Scrollbalken, wenn rechts und links die weisse Wüste klafft? – und auch die Navigation ist erstmal gewöhnungsbedürftig, aber Hautpsache, der Inhalt stimmt. 😉

Existenzgründung Internethandel

Warum statt Regale im Laden einzuräumen, Zeitungen auszutragen, bei Renovierungen oder Entrümpelungen zu helfen, um sein Studium (mit-)zu finanzieren, nicht mit einem kleinen aber feinen Angebot im Internet selbständig machen?

Die Idee ist zwar nicht neu, aber mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung doch immer noch eine Alternative.
Die im Juni 2003 u.a. von und mit Wolfgang Clement gestartete Initiative TeamArbeit für Deutschland zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stellt auf www.selberhandeln.de eine Reihe an Informationen rund um die Existenzgründung im Bereich des Internethandels zur Verfügung.
Neben den Informationen über Fördermöglichkeiten gibt es auch solche zur Finanzierung, zum Businessplan sowie weiterführende Links.