Aktueller Vergleich von Studienkreditangeboten

Bei der Wahl des richtigen Studienkredites gilt es, einiges zu beachten, und natürlich den passenden und vor allem günstigen auszuwählen. Da sich inzwischen einige Banken an der Finanzierung des Studiums beteiligen möchten, wird das Angebotsdickicht immer undurchdringlicher. Licht ins Dunkle könnte der von CHE in Zusammenarbeit mit der FTD durchgeführte Studienkredit Test 2007 werfen, der 38 Angebote miteinander vergleicht, bewertet und auch einige Tipps zum Abschluss des Kredites gibt:

CHE Studienkredit Test 2007 (PDF).

Studiengebühren in Niedersachsen ebenfalls für Bafög-Empfänger

Die niedesächsische Landesregierung hat in ihrem „Zukunftsvertrag“ die Einführung von Studiengebühren auch für das Erststudium ab dem Wintersemester 2006/2007 praktisch festgeklopft (siehe Pressemitteilung vom 12.07.2005 (PDF)).
Nun hat der Staatssekretär Josef Lange bekanntgegeben, dass diese Studiengebühren natürlich auch von Bafög-Empfängern erhoben werden. Der Bildungskredit stehe allen Studierenden offen (heureka 1), sei zinsgünstig (heureka 2) und müsse zudem erst nach Abschluss des Studiums zurückgezahlt werden (heureka 3), sobald genügend Geld zur Verfügung stehe. (Anm.: ich liege platt am Boden ob so vieler sozialer und bildungspolitischer Geschenke von Land und Banken.)
Das ist eine ganz tolle Argumentation, wirklich. Am Ende steht der sozial schwächer gestellte Bafög-Empfänger, der nur studieren kann, weil er Bafäg bekommt, mit gleich zwei zurückzuzahlenden Krediten am Hals da …

Mich wundert auch überhaupt nicht, dass auf den Seiten der niedersächsischen Landesregierung kein Sterbenswörtchen zu dieser Planung zu finden ist, auch auf Studieren in Niedersachsen findet sich nichts, jedenfalls vermute ich das, dank einer fehlenden Suchfunktion sind diese Seiten nicht wirklich gut überblickbar.
Ein dickes „Lob“ an dieser Stelle von mir für so hell erleuchtende Informationspolitik …

Studienfinanzierung mittels einer pfiffigen Idee

Dass sich Studierende zur Finanzierung ihres Studiums per „Aktie“ an Unternehmen oder Unterstützer verhökern oder in einem Blog je nach Höhe der eingegangenen „Fördersumme“ nach und nach ausziehen – das kennen wir schon, nicht wahr?
Adsense, Advertising und wie die internetten Werbemassnahmen alle heissen, sind dagegen schon vergleichsweise langweilig, locken aber vor allem nicht durch leicht und schnell verdientes Geld, zumindest, wenn man dies in Deutschland versucht, wo die breit gefächerte Online-Werbung doch noch in den Kinderschuhen steckt.

Zur Zeit macht gerade ein angehender britischer Student Furore mit einer ganz neuartigen Vermarktungsidee, die ihm – warum kleckern 😉 – am Ende eines Monats nicht weniger als 1 Million Dollar zur Finanzierung seines Studiums einbringen soll. Die Idee:
Seine Startseite wird in ein Raster eingeteilt und die dort vorhandenen genau 1 Million Pixel zu je 1 Dollar das Stück verkauft. Die Mindestabnahmemenge beträgt 100 Pixel, was für ein Miniatur-Icon gerade so reicht.
Die Seite nebst FAQ, Pixel-Shop, Klick-Statistik, Blog etc. heisst The Million Dollar Homepage, laut Ticker sind schon 15.000 Pixel verkauft und der (bald nicht mehr) arme Alex ist bereits derart am rotieren, die ganzen Icons einzubauen und zu verlinken, dass er gestern schrieb: for the first time ever in my life, last night I fell asleep AT MY DESK!!

Ansonsten hat das Prinzip aber doch was für sich, vor allem die zeitliche Begrenzung finde ich clever. Wenn dann am Ende genug für ein ganzes Studium herauskäme, lohnte sich auch die ein oder andere schlaflose Nacht. 😉
Einfaches nachbauen halte ich allerdings für wenig geeignet, diese Idee wirkt sicher nur, weil sie so neu und fluffig ist. Ausserdem gibt es leider in deutschen Landen vorher so manche bürokratische Hürde zu nehmen, wobei die Gewerbeanmeldung noch die leichteste Übung wäre, und auch das Finanzamt möchte unter Garantie ein Stück vom verdienten Kuchen abhaben.

Nichtsdestotrotz, dies soll ein Beispiel dafür sein, dass auch ungewöhnliche Methoden ausserhalb des Hängens am elterlichen Geldbeutel, Bafög, Kredit, Stipendium und ständiger Jobberei zur Studienfinanzierung beitragen können. Ein bisschen Innovation und Motivation abseits aller Unkerei über Studiengebühren etc. könnte uns wahrhaftig nicht schaden.

Also: Macht euch auf, tauscht euch aus und vor allem denkt euch was aus!
Und dann schreibt mir, damit ich diese Idee als leuchtendes Beispiel vorstellen und ein bisschen die Werbetrommel rühren kann.

Stellenbörsen für Studierende

Wo finde ich den passenden Job / das passende Praktikum für mich?
Neben dem Bekanntenkreis und der studentischen Jobvermittlung lässt sich von zu Hause aus selbstverständlich auch das Internet auf der Suche nach einer Arbeitsstelle oder einem Praktikum nutzen. Einfach mal recherchieren:

Studentenjobs
Wie der Name schon sagt, dort gibt es lauter studentische Jobs, bei einer kostenlosen Registrierung erschliesst sich der ganze Angebotsumfang, schreiben sie. Meine testweise Jobsuche ohne Registrierung ergab allerdings immer 0 Ergebnisse, das ist entweder ein Datenbankfehler oder keine gute Werbung für diesen Dienst.

Jobware
Links auf Für Studierende klicken, es öffnet sich normalerweise ein Popup-Fenster, das zu Campus Topline führt. Die Suche ist wirklich sehr einfach und übersichtlich gestaltet.

alma mater
Bei Für Bewerber die Stellenangebote auswählen und auf Offene Stellen klicken. Eine Texteingabe in die Suchmaske ist nicht vorgeschrieben, die Suche mit den voreingestellten Parametern zeigt alle derzeit offenen Stellen an.

Onvista
Einen der Bereiche auswählen, z.B. Studentenjobs oder Diplomarbeiten. Die Eingabemaske fokussiert hier mal nicht auf die Studienrichtung und bietet sogar eine Suche in verschiedenen Sprachen und im Ausland an, im nächsten Schritt wird die Suche noch weiter spezifiziert.

Jobs 3000
Links auf Job finden klicken und Land sowie Region auswählen, eine weitere Eingrenzung ist nicht möglich. Für alle, die einfach nur einen Job suchen, das Ergebnis ist bunt gewürfelt und sollte mit gesundem Menschenverstand ausgewertet werden. 😉

Promotionjobs
Einfach links auf Jobangebote lesen klicken, dann erscheint schon die ungeordnete Liste an Jobs für hauptsächlich Messehostessen und Promoter/innen.

Gelegenheitsjobs
Studentenjobs auswählen (oder einen anderen Link) und PLZ-Gebiet wählen. Ebenfalls für diejenigen, die nur einen Job zum Geldverdienen suchen, denn auch dort wartet die bunte Mischung vom Lagerarbeiter bis zur Flirtline …

Nebenjob
Links auf Stellenangebote klicken, dann in der Mitte auf Stellenangebote klicken und die drei vier Angebote begutachten. Inwieweit man sich mit „Zähneputzen“ das Studium finanzieren kann, wage ich nicht mir auszumalen …

Promotionbasis
Wie der Name schon sagt, werden hier ebenfalls hauptsächlich Messehostessen und Promoter/innen gesucht. Auf Jobs listen klicken und die Eingabemaske ausfüllen.

Es gibt noch eine Menge anderer Jobbörsen im Internet, angefangen bei allgemeinen wie z.B. Jobscout 24 bis hin zu regionalen Stellenbörsen sogar an einzelnen Fachhochschulen. Wer noch von einer guten Stellenbörse mit Studentenjobs weiss, kann sie gerne in die Kommentare schreiben. Oder sich registrieren und einen eigenen Beitrag veröffentlichen und/oder Link in der Linkliste hinterlassen. 😉

Update zu Jobscout24:
Über den nachfolgenden Link geht es direkt zu allen bei Jobscout24 gelisteten Praktika: Praktika in namhaften Unternehmen

Nachtrag 08/2006:
Die Aufzählung der Möglichkeiten, einen studentischen Job zu finden, scheint besser anzukommen, als ich gedacht habe. 😉 Zwei weitere Anbieter von Jobs speziell für Studierende haben sich bei mir gemeldet und um eine Erwähnung gebeten. So sei es …

Studentenjobs24
Eine rein auf studentische Jobs ausgerichtete Börse mit Stellen von kurzfristig bis langfristig von privaten bis gewerblichen Anbietern. Jobgesuche von Studierenden sind kostenlos aufgebbar, ausserdem besteht die Möglichkeit einer direkten Bewerbung bei potentiellen Arbeitgebern. Allerdings sind auf der Plattform noch nicht wirklich viele Jobangebote gelistet.

mein-minijob.de
In dieser Datenbank soll es Minijobs für Schüler, Praktikanten und Studenten/-innen geben. Nach Aufgabe eines eigenen Suchprofils besteht die Möglichkeit, sich über eingehende Angebote per SMS informieren zu lassen, wobei dieser Dienst nicht kostenlos angeboten wird. Allerdings hat meine stichprobenartige Suche 0 Treffer ergeben.

Nachtrag 10/2007:
Jobrapido bietet eine Meta-Suchmaschine für Jobs, die sowohl Stellenbörsen als auch Firmenwebsites etc. durchsucht. Wer trotzdem nicht gleich fündig wird, bekommt hilfreicherweise alternative Suchtexte vorgeschlagen.

Nachtrag 12/2007:
Unter Minijob-Anzeigen findet sich eine relativ frisch gestartete Stellenbörse für Minijobs einschliesslich solcher in der sog. Gleitzone bis 800 € Monatsverdienst; dort finden sich auch einige nützliche Informationen über Minijobs.

Vorausleistungsverfahren, wenn Eltern nicht zahlen

Wenn die Eltern für den Unterhalt eines studierenden Kindes nicht aufkommen wollen und sich im äussersten Fall sogar weigern, Auskünfte an das Bafög-Amt zu erteilen, bleibt im Ernstfall noch das sog. Vorausleistungsverfahren.
Dabei wird der Unterhaltsanspruch auf das Bafög-Amt übertragen. Student/-in werden dann praktisch wie ein Kind ohne Eltern behandelt und bekommen so den höchstmöglichen Bafög-Satz.
Das Bafög-Amt versucht natürlich, sich das gezahlte Geld von den Eltern zurückzuholen. Können die Eltern zur Zahlung an das Bafög-Amt bewegt werden, muss im Idealfall später nicht mal die Hälfte des Bafögs zurückgezahlt werden, wie bei „normalen“ Bafög-Empfängern.