Vor einer Prüfung: mach dich locker – mit Sex

Einer an der britischen Universität von Paisley durchgeführten Studie mit 24 weiblichen und 22 männlichen Probanden zufolge kann mit Prüfungsstress besser umgehen, wer zuvor Sex hatte. Einfach nur Sex irgendwelcher Art war dabei nicht ganz so erfolgreich, pardon, entspannend, wie der ordentliche Beischlaf. Die Wirkung soll bis zu eine Woche angehalten haben.
Ok, Leute, ihr wisst, was zu tun ist. Nicht nur lernen …

[Artikel in NewScientist]

Erstmals seit Jahren wieder weniger Studienanfänger

Da haben wir den Salat:
Laut einer internen Studie der Kultusministerkonferenz geht die sinkende Zahl der Studienanfänger/-innen auf die Studiengebühren-Debatte zurück; zum Wintersemester 2004/2005 hatten satte 5,5 Prozent weniger ein Studium neu aufgenommen, als prognostiziert.
Ich sag’s ja, das wird einfach nicht zusammengehen, auf der einen Seite von den Studierenden ein zügig durchorganisiertes Studium zu verlangen und auf der anderen Seite abkassieren, so dass viele, die ihr Studium nicht durch Bafög und elterliche Unterstützung allein finanzieren können, nebenher noch mehr arbeiten gehen müssen, als ohnehin schon.
Schön, dass die Kultusminister das jetzt auch bemerken. Ob sie entsprechende Konsequenzen daraus ziehen und den Politikern bei ihren Studiengebührenplänen Einhalt gebieten können?
Das kommt unpassend, wo doch im gerade veröffentlichten OECD Bildungsbericht Deutschland durch die Bafög-Reform eine erste Verbesserung des OECD-Durchschnittes bescheinigt wird.

[Presseerklärung zur „Bildung im internationalen Vergleich 2005“ (PDF) | OECD Bericht 2005 in wesentlichen Auszügen (PDF)]

Studiendauer von mehreren Bedingungen abhängig

Neue Studienstrukturen allein gewährleisten noch keine kürzeren Studienzeiten, so das Fazit der gestern vorgestellten Vergleichsstudie des HIS.
Es geht in der Studie zwar vorrangig um die Neustrukturierung des Studiums und damit eine zeitliche Straffung der Studienzeiten.
In dem Zusammenhang wird die Einführung von Studiengebühren aber durchaus kritisch gesehen: Auf der einen Seite verstärken sie das studentische Bemühen, schnell den Studienabschluss zu erlangen, auf der anderen Seite ergibt sich dadurch für mehr Studierende die Notwendigkeit, erwerbstätig zu sein.
Das Resümee: Studiengebühren wird gleichzeitig ein begrenzender und ein verlängernder Einfluss auf die Studiendauer zugeschrieben: Sie animieren einerseits zu einem zügigen Studium, müssen aber andererseits möglicherweise erst studienzeitverlängernd durch Erwerbstätigkeit erarbeitet werden.

[Pressemitteilung zur Studie, Studie als PDF]